Somatisches Coaching
ist eine Form von Coaching, bei der der Körper nicht nur „mitgemeint“ ist, sondern aktiv in den Prozess einbezogen wird.
Es geht also nicht nur darum, über ein Thema zu sprechen, es zu analysieren oder kognitiv zu verstehen, sondern auch darum wahrzunehmen:
wie sich etwas im Nervensystem
im Atem
in Spannungsmustern
in Bewegungsimpulsen
in innerer Aktivierung oder Erstarrung
und im allgemeinen Körperempfinden
zeigt.
Der Grundgedanke dahinter ist:
Viele Erfahrungen, Stressmuster, Schutzreaktionen und Gewohnheiten sind nicht nur mental gespeichert, sondern auch körperlich organisiert.
Oft weiss ein Mensch rational sehr genau, was eigentlich gut wäre – und kommt trotzdem nicht in die Umsetzung, fühlt sich blockiert, überfordert, abgeschnitten oder ständig „unter Strom“.
Das Somatische Coaching verfolgt einen sogenannten „bottom up“-Ansatz. Im Fokus steht, wie sich Themen im Körper manifestieren und wie über den Körper Veränderung auf anderen Ebenen angestossen werden kann.
Im Gegensatz dazu arbeiten viele Gesprächstherapien eher „top down“ und setzen auf die mentale Analyse. Beide Ansätze schliessen sich jedoch nicht aus, sondern ergänzen sich.
Worum geht es im Somatischen Coaching?
Im Kern geht es darum, die Verbindung zwischen
Körper – Nervensystem – Emotionen – Verhalten – inneren Mustern
besser zu verstehen und zu verändern.
Somatisches Coaching kann helfen, wenn jemand:
sich oft gestresst, angespannt oder überfordert fühlt
Schwierigkeiten hat, Grenzen zu setzen
viel funktioniert, aber wenig spürt
immer wieder in dieselben Muster gerät
sich selbst schlecht regulieren kann
unter innerer Unruhe, Druck oder Erschöpfung leidet
den Zugang zu den eigenen Bedürfnissen verloren hat
Entscheidungen nicht nur „richtig“, sondern auch stimmig treffen möchte
Es ist also weniger ein klassisches „Problem lösen durch Nachdenken“ und mehr ein:
Wahrnehmen – verstehen – regulieren – integrieren – anders handeln können.
Was ist der Unterschied zu klassischem Coaching?
Klassisches Coaching arbeitet mit:
Reflexion
Zielklärung
Perspektivwechsel
Strategien
Kommunikation
Verhalten
Somatisches Coaching ergänzt das um die körperliche Ebene.
Der Unterschied ist oft:
Klassisches Coaching fragt:
„Was denkst du darüber? Was willst du verändern?“
Somatisches Coaching fragt zusätzlich:
„Was passiert gerade in deinem Körper? Was macht dein Nervensystem? Was ist vielleicht schon da, bevor du es in Worte fassen kannst?“
Das ist besonders relevant, weil viele Muster nicht primär kognitiv gesteuert sind.
Jemand kann sich zum Beispiel hundertmal sagen: „Ich muss mich nicht so stressen“ – und bleibt trotzdem permanent angespannt. Nicht, weil Einsicht fehlt, sondern weil der Körper gelernt hat, auf eine bestimmte Weise zu reagieren.
Was ist der Unterschied zu Psychotherapie?
Somatisches Coaching ist keine Psychotherapie.
Es behandelt keine psychischen Erkrankungen im klinischen Sinn und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Der Fokus liegt eher auf:
Selbstwahrnehmung
Selbstregulation
Mustererkennung
Umgang mit Stress
verkörperter Entscheidungsfindung
persönlicher Entwicklung
mehr Kontakt zu sich selbst
Therapie arbeitet in der Regel stärker mit psychischer Symptomatik, Diagnostik, Traumaaufarbeitung oder Krankheitswert.
Somatisches Coaching kann therapeutische Qualitäten haben, ist aber im professionellen Rahmen meist entwicklungs- und ressourcenorientiert.
Ablauf
1. Anmeldung
Die Terminbuchung erfolgt unkompliziert via untenstehendem Kontaktformular. Vor dem ersten Termin erhältst du einen kurzen Fragebogen, der mir erste Einblicke in deine aktuelle Situation gibt.
Die Termine können entweder online oder vor Ort stattfinden.
2. Erstgespräch & Anamnese
Im ersten Termin nehmen wir uns Zeit um zu schauen, was dich gerade beschäftigt und innerlich bewegt.
Dein Thema muss dabei nicht vollständig greifbar oder klar formuliert sein.
Ich begleite dich mit Fragen, Impulsen und einer offenen, nicht drängenden Haltung. Neben dem Gespräch fliessen bereits erste Wahrnehmungen aus dem Körper mit ein – etwa Spannungsmuster, Atmung oder innere Reaktionen. So entsteht ein ganzheitliches Bild, das als Grundlage für die weitere Begleitung dient.
Gemeinsam legen wir fest, was sich für dich im Prozess verändern darf und in welcher Frequenz wir daran arbeiten möchten.
Manchmal braucht es ein besseres Verständnis, manchmal einfach Raum – manchmal entsteht durch einen neuen Blick bereits Bewegung.
Am Ende halten wir fest, was sich für dich stimmig oder hilfreich angefühlt hat. Häufig zeigt sich dabei schon eine erste Form von Entlastung.
3. Begleitung / Prozess
Die folgenden Termine orientieren sich an deinem individuellen Anliegen.
Die Arbeit verbindet Gespräch, Körperwahrnehmung, Atem und gezielte Impulse aus der somatischen Praxis.
Ziel ist es, Muster nicht nur zu verstehen, sondern im Körper zu regulieren und neue, stimmigere Reaktionen zu entwickeln – alltagstauglich und in deinem Tempo.
Alles, was du teilst, bleibt vertraulich. Vertrauen und Sicherheit bilden das Fundament meiner Begleitung. Ich bewahre über sämtliche Inhalte und persönlichen Informationen aus unseren Gesprächen Stillschweigen selbstverständlich auch über die Dauer des Coachings hinaus.
4. Integration & Nachbetreuung
Zwischen den Terminen kannst du Übungen oder Impulse in deinen Alltag integrieren.
Am Ende der Begleitung reflektieren wir den Prozess, passen bei Bedarf Inhalte an und klären, wie du eigenständig weiterarbeiten kannst.
Auch darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, einzelne Termine zur Auffrischung oder Vertiefung zu vereinbaren.
Kontakt
Möchtest du ein unverbindliches Gespräch oder gleich dein erstes Somatisches Coaching buchen?
Schreib mir kurz dein Anliegen in das Nachrichtenfeld. (Sollten dir finanzielle Gründe im Weg stehen, melde dich trotzdem. Wir finden eine Lösung.)
Ich freu mich auf dich!